Was tun gegen das Einrosten? Interview mit Physiotherapeut Carlo Paganoni

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Wochen im Shutdown, Monate im Homeoffice, Tage mit Bewegungsmangel. Man muss kein ausgesprochener Bewegungsmensch sein, um die Folgen der Corona-Massnahmen und der nasskalten Wintertage am eigenen Leib zu spüren.

Der neue Alltag in den eigenen vier Wänden führte bei viele zu ungewohnter Bewegungsarmut. Dass soll sich nun ändern: Optimistisch wie schon lange nicht mehr präsentierte Alain Berset am 26. Mai einen ganzen Strauss an Lockerungen. Dadurch wird wieder mehr Spielraum für Bewegung ermöglicht. Das ist nach einer Phase längerer Immobilisation besonders wichtig. So sieht es auch Physiotherapeut Carlo Paganoni. Er führt zusammen mit Christian Hausner die neu eröffnete Physio-Praxis im Giessenturm in Dübendorf. "Die neuen Lockerungen ermöglichen es jetzt mehr Bewegung in der Alltag zu integrieren. Nach längerer Immobilisation lässt die Kraft in den unteren Extremitäten nach. In dieser Hinsicht ist es wichtig, dass sich die breite Bevölkerung wieder mehr bewegt" so Paganoni. "Gerade für ältere Personen ist es von grosser Bedeutung wieder mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren, denn sonst läuft man Gefahr zu stürzen."

Neben klassischen Methoden nutzt Paganoni in seiner Praxis auch moderne Herangehensweisen. Dabei kommt auch der Dividat Senso zum Einsatz. "Der Dividat Senso ist ein geeignetes Hilfsmittel um spielerisch die Aktivität zu fördern. Das ist nicht nur für ältere Personen relevant, sondern auch auch für junge Sportler/innen wichtig, die zum Beispiel nach einer Kreuzbandverletzung auf dem Dividat Senso die Rehabilitationsphase einleiten können". Paganoni ist überzeugt, dass Exergame-basierte Lösungen wie der Dividat Senso in Zukunft vermehrt in der Physiotherapie zum Einsatz kommen werden.