Alterszentrum Haus Tabea: Interview mit Leiter Markus Buck zum Dividat Mile

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Das Alterszentrum Haus Tabea in Horgen hat sich direkt nach der Erklärung des Lockdowns im März entschieden, ihren Bewohnenden zwei bewegende Trainings-Stationen anzubieten, an welchen sie auf eine spezielle und motivierende Art ein anderes Land besuchen und in Erinnerungen schwelgen können. Im Gespräch mit Zentrumsleiter Markus Buck wollen wir wissen, wie sich die Bewohnenden im Moment fühlen, und warum gerade jetzt und auch im Hinblick auf die kältere Jahreszeit ein Training dieser Art sehr willkommen ist.

In der aktuellen Zeit heisst es für Alterszentren, flexibel und kreativ bleiben.

Im Gespräch mit Zentrumsleiter Markus Buck wollen wir wissen, wie sich die Bewohnenden im Moment fühlen, und warum gerade jetzt und auch im Hinblick auf die kältere Jahreszeit ein Training dieser Art sehr willkommen ist. 

Gemäss Markus Buck ist im Moment eine Unsicherheit und Erschöpfung bei den Bewohnenden in Zusammenhang mit den Restriktionen vorhanden. Er ist überzeugt, dass diese Menschen vom neuen Kombi-Angebot von Dividat profitieren, da die frühere Bewegungsmöglichkeit erheblich reduziert wurde.

"Die Bewohnenden haben sehr viel Freude und Interesse am Angebot. Beide Stationen sind ständig besetzt, von Morgens um 10.00 Uhr bis zum späteren Nachmittag, und die Neugier nahm täglich zu. Vielen Bewohnern gefällt es, dass sie für kurze Zeit an jeglichen Ort der Welt reisen können, wobei auch viele ihre persönlichen Lieblingsorte haben."



Herr Buck, wie ist allgemein die Stimmungslage im Moment bei den älteren Menschen im Haus Tabea?

Aus den Gesprächen mit den Bewohnenden wird ersichtlich, dass Unsicherheit vorhanden ist. Dies vor allem im Zusammenhang mit neuen Anordnungen. Ein grosser Faktor ist auch, dass die Situation nicht veränderbar bzw. nicht vorhersehbar ist. Die Bewohner wirken teilweise erschöpft und geplagt von den Restriktionen, auch wenn die Einsicht der Notwendigkeit meistens vorhanden ist. Aus diesem Grund ist jede Möglichkeit der Aktivierung im Haus Tabea sinnvoll und sehr gefragt. 

"Die regelmässige Nutzung des medizinischen Fahrrads erwies sich als äusserst positiv, sowohl für die körperliche als auch für die geistige Verfassung unserer Bewohnenden."

Sehen Sie somit insbesondere auch in der momentanen Zeit mit Restriktionen durch Corona eine Chance für Bewohnende, etwas zu erleben? z.B. weil keine Besuche möglich sind, keine Reisen / Spaziergänge etc.

Das medizinische Fahrrad erwies sich in diesen schwierigen Momenten der vollständigen oder teilweisen Isolation und des Mangels an Möglichkeiten, die Familie zu treffen, als sehr nützlich. 

Wie profitieren die Bewohnenden vom Training? Haben sie einfach Freude? Ist es mehr eine sinnvolle Beschäftigung für sie oder merken sie, dass sie sich physisch auch ein bisschen verbessert haben? Können sie z.B. länger gehen, sind sie mobiler?

Die regelmässige Nutzung des medizinischen Fahrrads erwies sich als äusserst positiv, sowohl für die körperliche als auch für die geistige Verfassung unserer Bewohnenden. Einige Bewohner nutzen die Geräte als fixen Termin, als Beschäftigung und als Alltagsstruktur.

Die Bewohner, die zum Velo kommen, sind stets motiviert, egal wie fit sie körperlich oder mental sind. Viele schätzen das Velo insbesondere dann, wenn das Wetter nicht sehr schön ist. Auch freuen sich die Bewohner immer sehr, wenn es nach Ihnen eine Lücke gibt und sie noch länger fahren dürfen (was nicht oft vorkommt, da meistens ziemlich ausgebucht ist). Auch sehr viel positives Feedback habe ich zu den Bildern am Bildschirm erhalten. Vielen Bewohnern gefällt es, dass sie für kurze Zeit an jeglichen Ort der Welt reisen können, wobei auch viele ihre persönlichen Lieblingsorte haben. So erfreut es auch unsere italienischen Bewohnerinnen, wenn sie durch Norditalien radeln können. Die Bewohnenden sind grosse Fans der Velos. 

Vielen Dank Herr Buck, dass Sie sich für das Interview zur Verfügung gestellt haben!