Muskelkraft dank Gehirn

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Im Alter wird die Skelettmuskulatur schwächer und kleiner. Sie wird aber schneller schwächer, als dass sie kleiner wird. Schwächere Muskulatur stellt ein konkretes Risiko für körperliche Beeinträchtigungen und erhöhte Sterblichkeit dar. Es scheint demnach, dass der Muskelkraft - im Vergleich zur Muskelmasse - mehr Beachtung geschenkt werden muss:

Muskelkraft ≠ Muskelmasse?

Dementsprechend sichern der Erhalt und Gewinn an Muskelmasse nicht den Erhalt der Muskelkraft. Die Sarkopenie bezeichnet eine reduzierte Muskelmasse mit funktioneller Einschränkung der Muskelfunktion, z.B. tiefere Gehgeschwindigkeit (kurz: Verlust an Muskelmasse). Die Dynapenie hingegen bezeichnet eine Störung der Muskelinnervation und der neuronalen Muskelkontrolle (kurz: Verlust an Muskelkraft).

Dass die Verschlechterung der Muskelleistung nicht primär ein Resultat der altersassoziierten Veränderungen im Skelettmuskel selbst darstellt (z.B: Muskelatrophie), ist im Folgenden klarer aufgezeigt: Die vielfältigen Bewegungs- und Kraftmuster, welche ein Mensch erreichen kann, entspringen der Aktivität von über 600 Skelettmuskeln - und diese stehen unter der Kontrolle unseres Nervensystems. Das Nervensystem leistet somit möglicherweise einen nennenswerten Beitrag zu altersbedingten Veränderungen der Muskelleistung, und als Folge daraus, zum gesamten Bewegungsverhalten des Menschen.

Gangstörungen (z.B. langsamer und gebückter Gang) können ein Anzeichen für zukünftige kognitive Beeinträchtigung liefern. Das sogenannte “motorische kognitive Risikosyndrom”, wird in der wissenschaftlichen Literatur immer mehr bestätigt und der Druck, eine geeignete Präventions- und Therapieform zu finden, steigt.

Simultane Reize für Gehirn und Körper

Gangstörungen im Alter sind in vielen Fällen Ausdruck einer Kombination von Störungen der Muskeln, Gelenke, Nerven (sensorisch und motorisch) und einer beeinträchtigten Hirnfunktion. Auch die Therapie von Gangstörungen erfordert Kombinationen mehrerer Verfahren.

Als neuer Ansatz hat sich das technologiebasierte interaktiv kognitiv-motorische Training als vielversprechend herausgestellt. Durch das gleichzeitige Trainieren von Kognition und Bewegung werden die strategische Handlungsplanung, die Priorisierung, die Selbstkontrolle, das Arbeitsgedächtnis, die Aufmerksamkeit sowie die motorische Umsetzung verbessert. Im Bild unten sieht man den Dividat Senso im Einsatz.

Rehazentrum Paul Graf Der Dividat Senso im Einsatz im Reha Zentrum Paul Graf (Luzern)

CURAVIVA Fachkongress Alter 2017

Am 19./20. September 2017 findet im 'Montreux Music and Convention Center' der von CURAVIVA organisierte Fachkongress zum Thema Alter statt. Als Goldsponsor laden wir Sie zu einem Besuch an unseren Stand ein. Weitere Informationen zum Kongress finden Sie auf folgender Webseite: http://www.congress.curaviva.ch/

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