Demenz und Training

Liebe Leserinnen,
Liebe Leser

"In Africa, it is said that when an old man dies, a library disappears. This reminds us of the vital role older persons play as intermediaries between the past, the present and the future; of the veritable lifeline they provide in society. Without the knowledge and wisdom of the old, the young would never know where they come from or where they belong. But in order for the old to have a shared language with the young, they must have the opportunity to continue learning throughout life." - Kofi Annan, 1999

Mit dieser Nachricht wendete sich Kofi Annan im Jahr 1999 im Rahmen des Internationalen Jahrs der älteren Menschen an die Weltbevölkerung. Körperliche und kognitive Fitness sind in jedem Alter wichtige Voraussetzungen, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

Eine Krankheit, welche betroffene Personen in ihren Aktivitäten des täglichen Lebens einschränkt, ist die Demenz. Als Demenz bezeichnet man gemäss internationalen Definitionen ein Krankheitsbild, das meist als Folge einer chronisch fortschreitenden Erkrankung des Gehirns auftritt und sich durch eine Störung von mehreren Hirnleistungsbereichen äussert.

In welchem Rahmen haben körperliche und kognitive Interventionen das Potential, eine demenzielle Entwicklung zu verzögern? Die folgenden Studien haben sich mit dieser Frage befasst:

Kann körperliches Training einer beginnenden Demenz vorbeugen?

Eine Studie in den vereinigten Staaten beobachtete 1740 Personen 65+ während 6 Jahren. Zu Beginn der Studie waren alle Teilnehmer ohne kognitive Beeinträchtigung. Studienteilnehmer die mehr als 3 mal pro Woche trainierten, haben mit einer signifikant geringeren Wahrscheinlichkeit eine Form von Demenz entwickelt über die Jahre.

Studie Demenz Annals Of Internal Medicine

Können Computerspiele eine beginnende Demenz verzögern?

Eine neue amerikanische Studie mit 2’802 zu diesem Zeitpunkt gesunden Teilnehmer im Alter zwischen 65 und 94 Jahren konnte zeigen, dass Übungen am Computer das Risiko 10 Jahre später an einer Demenz zu erkranken verringern. Die Übungen, welche die Nutzer dazu herausfordern visuelle Informationen schnell zu verarbeiten, erwiesen sich als besonders effizient verglichen mit traditionellen Gedächtnis- und Logikspielen in Papierform. Personen, welche einmalig während 5 Wochen 10 Stunden einem Training gefolgt sind, sind 10 Jahre später durchschnittlich um 33% weniger häufig an einer Demenz erkrankt. Bei der Gruppe von Teilnehmern, welche nach einem und nach drei Jahren erneut der Intervention gefolgt waren, ist im Vergleich zur Kontrollgruppe um 48% weniger häufig eine demenzielle Entwicklung eingetreten in den Folgejahren

Studie Demenz American Geriatrics Society

Dividat an der IFAS in Oerlikon ZH

Die IFAS ist die Schweizer Fachmesse für den Gesundheitsmarkt und findet alle zwei Jahre in Zürich Oerlikon statt. Dividat ist mit einem Stand vertreten und wir laden Sie herzlich auf einen Besuch ein. Für Gratis-Tickets schreiben Sie bitte eine Email an: info@dividat.com

Weitere Informationen zur IFAS erhalten Sie auf der Webseite: http://www.ifas-messe.ch

Vorheriger Bericht Nächster Bericht